Geliebt und verdrängt: Das Kino der jungen Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 1963 (DEUTSCH)


Geliebt und verdrängt: Das Kino der jungen Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 1963 (DEUTSCH)

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Das Kino der jungen Bundesrepublik Deutschland war vielfältig, konfliktfreudig und lebendig – und somit überraschend anders als die gängigen Ansichten und Urteile es beschreiben. Seicht und belanglos soll es gewesen sein? Ohne Interesse an der Thematisierung drängender gesellschaftlicher Probleme und der Aufarbeitung deutscher Schuld? Orientiert an Kitsch und vermeintlichem Massengeschmack? Gleichförmig und vorhersehbar?

Wie anders dagegen das Bild, das die 33 Texte dieses Buchs entwerfen, entstanden anlässlich der Retrospektive des Festival del film Locarno 2016: Vielstimmig und meinungsstark, mit Wertungen und Interpretationen, die einander mal widersprechen, mal ergänzen, loten die Autorinnen und Autoren die Vielfalt des Filmschaffens während der Adenauer-Jahre aus. So entsteht das umfassende Panorama einer Ära und ihres Kinos, von dem es weite Teile noch zu entdecken gilt.

Mit 270 Abbildungen aus den Archiven des Deutschen Filminstituts und anderen Archiven

 

Pressestimmen

"Ein Standardwerk [...] Auch Dominik Graf ist als Autor dabei, mit einem Aufsatz über die Männerbilder, über die Schauspieler, die sie verkörperten, und darüber, wie sich ihr Spiel veränderte. Was die Frauen zu sagen hatten (mehr, als man denkt) beschreibt Rainer Knepperges. So ist alles dabei in diesem Katalog, der das Sehen nicht ersetzt, aber auf das schönste ergänzt." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Verena Lueken)

"Ein Filmbuch, wie es idealtypischer nicht sein könnte, englische Auflage inbegriffen. [...] 416 Seiten stark, vorbildlich illustriert mit 270 Abbildungen aus den Archiven des Deutschen Filminstituts und anderen Archiven. Eine Schatzkammer. Ein Standardwerk. Ein Glücksfall." (culturmag.de, Alf Mayer)

"Ein umfang- und überhaupt reicher Katalog" (Tagesanzeiger, Christoph Schneider)

"Dass in Deutschland damals internationale Stars gemacht wurden wie Romy Schneider und Maria Schell, dass der Genrefilm, von Heimat und Krimi über das Melodram bis hin zu den noch heute bisweilen im Fernsehen ausgestrahlten Komödien mit Theo Lingen oder Heinz Rühmann, einen international konkurrierenden Markt bediente, erläutern die anregenden und lesenswerten Aufsätze, die mit zahlreichen Fotos opulent gestaltet sind. Der Zusammenhang zwischen Kino und Gesellschaft bildet dabei gewissermaßen den roten Faden des Buches. Von filmhistorischen Detailanalysen etwa zu deutsch-deutschen Koproduktionen bis hin zu Lesefreuden wie dem Essay des Regisseurs Dominik Graf, der sich den Männerbildern im westdeutschen Nachkriegsfilm widmet, reicht das Spektrum." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Eva-Maria Magel)

"Einerseits galt und gilt der bundesdeutsche Film der 1950er Jahre als bieder und hoffnungs­los veraltet. Joe Hembus schrieb 1961 in seiner Polemik 'Der deutsche Film kann gar nicht besser sein': "Er ist schlecht. Es geht ihm schlecht. Er macht uns schlecht. Er wird schlecht behandelt. Er will auch weiterhin schlecht bleiben." Diese Einschätzung hat sich tradiert. Anderseits entstanden zwischen 1949 und 1963 in der Bundesrepublik über tausend Filme. Und wenn man heute auf sie zurückblickt, erweisen sich viele besser als ihr Ruf. Zur Retrospektive in Locarno hat das Deutsche Filminstitut einen Katalog publiziert, der neue Bewertungen wagt. 32 Texte verbunden mit zahlreichen Fotos regen zu einer differen­zierteren Sicht auf das Kino jener Zeit und auf das frühe Fernsehen an. [...] Es ist erstaunlich, wie viele neue Erkenntnisse zu gewinnen sind, wenn sich Autorinnen und Autoren noch einmal genauer auf eine Phase der Filmgeschichte einlassen, die in der Regel verfügbaren Filme ohne Vorbehalte anschauen und dabei individuelle Entdeckungen machen. Natürlich darf man dabei nicht die Kontexte der Zeit außer Acht lassen. Aber es gehört zu den schönen Erfahrungen beim Umgang mit der Filmgeschichte, dass man manches aus zeitlichem Abstand anders sehen kann und sich auch nicht von einhelligen zeitgenössischen Verrissen beeinflussen lassen muss. Mein Respekt gilt den Kolleginnen und Kollegen in Frankfurt für diese Publikation." (Hans Helmut Prinzler, Filmbuch des Monats August 2016)

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Titel: Geliebt und verdrängt: Das Kino der jungen Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 1963
Herausgeber: Dillmann, Claudia; Möller, Olaf
Verleger: Frankfurt am Main: Deutsches Filminstitut DIF e.V.
Erscheinungsjahr: 2016
Umfang/Format: broschiert, 416 Seiten; mit 270 Abbildungen aus den Archiven des Deutschen Filminstituts und weiteren Archiven; 24 cm x 17.1 cm, 1295 g
ISBN: 978-3-88799-089-3

 

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